Aktionsplan 2021

Die vorliegende Studie nimmt Niederlausitzer Museen und Heimatstuben in den Blick, die sich als Träger und Vermittler von Regionalgeschichte und -kultur im deutsch-slawischen Kontext verstehen. Qua Definition sind diese musealen, erinnerungskulturellen Einrichtungen insbesondere dem Bewahren und Konservieren sowie der Vermittlung historischer Entwicklungen verpflichtet. Sie sind derzeit aber auch mit –nicht durch sie verantworteten– gesellschaftlichen Entwicklungen konfrontiert. So stellen sich die Megatrends der Digitalisierung, des Strukturwandels sowie des demografischen Wandels für einige als große Herausforderungen dar. Im Zuge des Strukturwandels bieten sich den Einrichtungen aber auch einzigartige Möglichkeiten, da die sorbische/wendische Kultur ein Alleinstellungsmerkmal der Lausitz/Łužyca darstellt und etwa die Schaffung sowie der Ausbau kulturtouristischer Angebote gesellschaftlich gewünscht ist.

Der Aktionsplan wurde im Rahmen des durch Strukturhilfemittel geförderten Verbundvorhabens »Inwertsetzung immateriellen Kulturerbes im deutsch-slawischen Kontext« erarbeitet. Er ist an zwei verschiedene Zielgruppen gerichtet: Zum einen soll er strategische Optionen für Entscheider*innen in Politik und Förderstrukturen aufzeigen und zum anderen konkrete Maßnahmen insbesondere für die Akteur*innen der im Netzwerk Lausitzer Museenland verbundenen Niederlausitzer Museen und Heimatstuben vorschlagen.

Dieser Bericht ist das Ergebnis des Teilprojekts »AP 3 – Erarbeitung von Inwertsetzungsstrategien« im Rahmen des durch Strukturhilfemittel geförderten Verbundvorhabens »Inwertsetzung des immateriellen Kulturerbes im deutsch-slawischen Kontext«. Federführend für das Teilprojekt »AP 3« ist das Sorbische Institut e.V., das in diesem Prozess durch Dr. Lutz Laschewski und M.A. Daniel Häfner (Lausitzer Institut für strategische Beratung GbR) unterstützt wird. Darüber hinaus besteht im Projektverbund eine enge Zusammenarbeit mit der Domowina Niederlausitz Projekt gGmbH, dem Förderverein des Heimatmuseums Dissen e.V. sowie dem Arbeitskreis Lausitzer Museenland, einem vom Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa und regionalen musealen Einrichtungen initiierten Netzwerk.

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