Gemeinsame Tagung – Kulturschaffende aus der Lausitz vernetzen sich
Am 8. Juni 2026 wurde die Krabat-Mühle in Schwarzkollm zum Treffpunkt für Kulturakteurinnen und Kulturakteure aus der Ober- und Niederlausitz. Rund 60 ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierte folgten der Einladung der durchführenden Projekte Inwertsetzung des immateriellen Kulturerbes (IKE) und ZARI-Kultur, um sich weiterzubilden, neue Impulse zu sammeln und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Best Practise am Anfang
Zum Auftakt der Veranstaltung führte Anton Fuchs, Geschäftsführer der Krabat-Mühle, die Teilnehmenden über das Gelände. Dabei gab er Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Areals, berichtete von den zahlreichen Veranstaltungen, die dort stattfinden, und stellte die Entwicklung der Mühle als kulturellen Begegnungsort vor.
Die Führung bot nicht nur interessante Hintergrundinformationen, sondern auch die Gelegenheit, den Veranstaltungsort näher kennenzulernen und erste Gespräche zu führen.
„Vortragskarussell“
Im anschließenden Vortragsprogramm standen Themen im Mittelpunkt, die für die tägliche Arbeit von Kulturakteuren und Kreativschaffenden von Bedeutung sind.
Michael Apel, Miteglied der DOMPRO, widmete sich den organisatorischen und rechtlichen Grundlagen der Veranstaltungsplanung. Er erklärte, welche Genehmigungen für unterschiedliche Veranstaltungsformate erforderlich sind, wo die notwendigen Formulare zu finden sind und welche Versicherungen Veranstalter im Blick behalten sollten. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden ein Informationsblatt mit wichtigen Hinweisen zur GEMA, das als praktische Orientierungshilfe für zukünftige Veranstaltungen dient.
Einen Einblick in die sorbische Kulturszene gab Peter Bresan, Referent der Domowina und Vorsitzender des SKT e. V. Er stellte Informations- und Angebotsplattformen vor und zeigte auf, wo Interessierte kulturelle Angebote finden und buchen können. Darüber hinaus gab er Tipps zu Fördermitteln und berichtete über aktuelle Projekte.
Jadwiga Brützke, Kulturvermittlerin im Projekt ZARI, informierte die Anwesenden darüber, wie ein Gesundheitspass in den einzelnen Landkreisen beantragt werden kann. Damit griff sie ein Thema auf, das insbesondere bei Veranstaltungen mit gastronomischen Angeboten immer wieder relevant ist.
Wie moderne Technologien die Kulturarbeit unterstützen können, zeigte Walter Schönenbröcher aus Cottbus. Der Unternehmer und Kreativschaffende sprach über Marketingstrategien und den Einsatz lokaler Künstlicher Intelligenz. Anhand konkreter Beispiele erläuterte er, wie KI-Agenten sinnvoll eingesetzt werden können, um die Planung, Organisation und Vorbereitung von Veranstaltungen zu erleichtern. Der Vortrag machte deutlich, dass digitale Werkzeuge zunehmend auch im Kulturbereich eine wichtige Rolle spielen und neue Möglichkeiten eröffnen. Mahnte aber ebenso vor zu sorglosem Gebrauch und legte allen einen gewissenhaften Umgang mit KI-Angeboten ans Herz.
Für den kulturellen Rahmen sorgte die Sängerin und Liedermacherin Clara Werden. Mit ihren sorbischen und deutschen Liedern zeigte sie nicht nur die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Lausitz und verlieh der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre. Sie gab den Gästen ebenso ein Beispiel „buchbarer Angebote“ für eigene Veranstaltungen und stand für Fragen zur Verfügung.
Begegnung und Austausch
Neben den fachlichen Impulsen bot die Weiterbildung vor allem Raum für persönliche Begegnungen. Während des gesamten Tages nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und bestehende Kontakte zu vertiefen oder neue Netzwerke aufzubauen.
Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll der Austausch innerhalb der Lausitzer Kulturszene ist. Praxisnahes Wissen, neue Ideen und persönliche Begegnungen bilden eine wichtige Grundlage dafür, kulturelles Engagement in der Region nachhaltig zu stärken.
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