Gemeinsam mittendrin – Ein abwechslungsreicher Tag in Spremberg
In der sorbischen Welt war an diesem Wochenende wieder viel los: Kokot, Heimat- und Trachtenfeste, Erntefeste, Konzerte und Festivals boten vielfältige Möglichkeiten, sorbisches und wendisches Leben zu erleben. Wer etwas unternehmen wollte, hatte die Qual der Wahl. Da fiel es wahrscheinlich schwer, sich bei der Fülle an Angeboten für eine Veranstaltung zu entscheiden.
So manch einer entschied sich am Sonntag die Gelegenheit wahrzunehmen und in Spremberg die Veranstaltung „Gemeinsam mittendrin“ zu besuchen. Am 30. August 2026 bot ein vielseitiges Programm auf und neben der Spremberger Freilichtbühne Sorbisches Leben kennen zu lernen, zu erleben und daran teilzuhaben. Gemeinsam eingeladen hatten der Evangelische Kirchenkreis Cottbus und der Regionalverband der Domowina Niederlausitz. Im Mittelpunkt stand dabei die Begegnung mit Musik, Tanz, Kultur, Tradition und Innovativem.
Ein gemeinsamer Auftakt
Die Veranstaltung begann mit einem deutsch-sorbischen Gottesdienst auf der Spremberger Freilichtbühne. Dieser setzte einen verbindenden Akzent, der sich durch den ganzen Tag zog: Deutsch und Sorbisch, Tradition und Gegenwart, Kultur und Gemeinschaft.
Zu sehen waren auf der Bühne sorbische Tänze mit der Tanzgruppe Barbuk, ein kleines Konzert der Spremberger Heidemusikanten, der Heinersbrücker Hochzeitszug mit Erklärungen zum traditionellen Aufbau des Hochzeitszuges, ein Konzert der Musikerin Clara Werden, ein Interview mit Wendy Mrosk zu der von ihr neu entworfene Tracht für die Senftenberger Umgebung sowie eine Modenschau des Labels „Wurlawy“ mit Sarah Gwiszcz. Den Abschluss des Bühnenprogramms bildete das Sorbische Nationalensemble mit seinem Programm „Naša duša“.




Der „Markt der Möglichkeiten“
Nicht nur auf der Bühne gab es viel zu entdecken. Neben der Freilichtbühne war ein Markt aufgebaut, der den Besucherinnen und Besuchern zahlreiche Möglichkeiten bot, sich zu informieren, ins Gespräch zu kommen und Neues kennenzulernen.
An verschiedenen Ständen konnten regionale Handwerksprodukte erworben werden. Gleichzeitig gab es Informationen und Gelegenheit zum Austausch über sorbisches und wendisches Brauchtum und traditionelles Handwerk. Auch lokale Anbieter und Initiativen stellten sich vor und kamen mit den Gästen ins Gespräch.
So wurde der Markt zu einem Ort der Begegnung, an dem nicht nur geschaut und gekauft, sondern vor allem auch gefragt, erzählt und miteinander ins Gespräch gekommen werden konnte.
Für musikalische Abwechslung sorgte am Nachmittag auf dem Markt ein Konzert der Gruppe Kula Bula. Wer Lust hatte, selbst aktiv zu werden, konnte mit dem Tanzprojekt Wjasele do rejki sorbische Tänze kennenlernen und natürlich auch selber mittanzen.
Für die Jüngsten
Bei „Gemeinsam mittendrin“ wurden auch die jüngsten Besucherinnen und Besucher mitgedacht. Sowohl auf dem Markt als auch im Kindergarten Bennolino gab es verschiedene Angebote speziell für Kinder. Damit konnten auch Familien den Tag gemeinsam verbringen und die Veranstaltung auf unterschiedliche Weise entdecken.
Ein Tag voller Begegnung und Austausch
Über den gesamten Nachmittag und bis in den Abend hinein kamen immer wieder interessierte Besucherinnen und Besucher. Die Veranstalter sprachen von ca. 800 Personen. Sowohl vor der Freilichtbühne als auch auf dem „Markt der Möglichkeiten“ waren Menschen unterwegs, die sich die Angebote anschauten, an Aktionen teilnahmen, Musik und Tanz genossen oder miteinander ins Gespräch kamen.
„Gemeinsam mittendrin“ zeigte damit auf ganz unterschiedliche Weise, wie vielfältig sorbisches und wendisches Leben in der Region ist. Musik, Tanz, Brauchtum, Handwerk und Begegnung fanden an diesem Tag ihren Platz – und machten die Spremberger Freilichtbühne zu einem Ort, an dem man Kultur nicht nur anschauen, sondern auch selbst erleben und miteinander teilen konnte.
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