Ostereier bemalen – Tradition gemeinsam entdecken
Osterbräuche gibt es über die Welt verteilt. Ob in Deutschland, Mexiko oder Australien – als christliches Fest der Auferstehung und des Frühlings wird die Osterzeit mit unterschiedlichsten Traditionen in vielen Regionen gefeiert und zelebriert.
Während in Deutschland wohl neben anderen eines der populärsten Bräuche das Färben, Verzieren und Verstecken von Ostereiern ist, werden in anderen Teilen der Welt Drachen gebastelt und steigen gelassen, als Symbol der Auferstehung (Bermuda-Inseln), oder Heringe symbolisch zu Grabe getragen, um das Ende der Fastenzeit zu celebrieren (Irland).
Aber auch die Tradition des Ostereifärbens und -verzierens kann je nach Region unterschiedlich sein und eigene Besonderheiten haben. In der Lausitz ist das Färben und Verzieren als sorbische und wendische Tradition in ihrer regionalen Ausprägung und mit besonderen Techniken erhalten geblieben und spielt eine besondere Rolle in der Osterzeit.
Das Gestalten von Ostereiern ist ein Brauch der viel Freude bereiten und alle Generationen begeistern kann. Um die Kunst des Ostereiermalens und das Wissen um die traditionellen Muster und Farben in ihren Bedeutungen gemeinsam in der Niederlausitz lebendig zu halten nahmen dieses Jahr zahlreiche Kindereinrichtungen über alle Landkreise der Niederlausitz verteilt an unserer gemeinsamen Ostereier-Malaktion teil.



Kreativ werden – und dabei etwas lernen
Mit tatkräftiger Unterstützung aus den Landkreisen, durch die Beauftragten für sorbische/wendische Angelegenheiten, Sabrina Kuschy, Hanka Rjelka und Romy Ruff, sowie den Stadtteilmanagern der Stadt Cottbus, städtische und lokale Mitarbeiter aus den Orten und Gemeinden der Landkreise und natürlich auch den Einrichtungen und ihren Trägern selber, wurden im Februar und März über 8 000 Plastikeier zum Verzieren für Kitas und Horte, aber auch für andere Einrichtungen in den Orten, in denen bereits in den Vorjahren ähnliche Aktionen stattfanden, verteilt. Neben den Eiern, die in den Einrichtungen frei gestaltet werden konnten, wurden Platzdeckchen mit sorbischen/wendischen Mustern und Farben zur Anregung und zur Wissensvermittlung verteilt.
Während die Kinder (und natürlich auch Erwachsene) ihre eigenen Eier verzierten, konnten sie ganz nebenbei etwas über die Bedeutung der Farben, Formen und Traditionen lernen.
Sichtbar in der Öffentlichkeit
Viele Gemeinden, Städte und Dörfer nutzten die Aktion und hingen gemeinsam mit ihren Einrichtungen die kreativen Kunstwerke der Kinder und Erwachsenen verteilt in den Ortschaften, auf Kitageländen und in Stadtgebieten als farbenfrohe Einstimmung auf die Osterzeit und den Frühling auf. In einigen Teilen der Niederlausitz wurden sogar Aktionsveranstaltungen rund um das gemeinsame Anbringen der Eier durchgeführt, so beispielsweise in Biebersdorf oder in Forst.



Einige Einrichtungen schickten uns Bilder vom Verzieren der Eier, den fertigen Resultaten oder dem Aufhängen der kleinen Kunstwerke.
(Wir freuen uns auch weiterhin über Bilder aus den Einrichtungen und Ortschaften.)
Alle kleinen und großen Künstler, alle Unterstützer und teilnehmen Einrichtungen haben mit ihren selbstverzierten Ostereiern nicht nur auf den Frühling und die Osterzeit eingestimmt, sondern auch einen Beitrag dazu geleistet, die Besonderheit der Region bewusst wahrzunehmen, weiterzugeben und lebendig zu halten. Und vielleicht entsteht daraus ja in vielen Orten eine neue, gemeinschaftliche Tradition, die jedes Jahr aufs Neue Menschen zusammenbringt.
Denn manchmal beginnt Tradition genau so: mit Farbe, Kreativität – und der Freude am gemeinsamen Tun.
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